Alles auf einen Blick
Künstliche Intelligenz verändert die Personalabteilung grundlegend: von Recruiting Prozessen über Bewerberkommunikation bis hin zu Talent Management und internen HR-Abläufen. Unternehmen profitieren von effizienteren Prozessen, schnelleren Entscheidungen und neuen Möglichkeiten der Datenanalyse. Gleichzeitig entstehen jedoch erhebliche datenschutzrechtliche, regulatorische und ethische Herausforderungen.
Insbesondere der Umgang mit Daten der Mitarbeitenden und Bewerbungen, Risiken automatisierter Entscheidungen, Diskriminierung durch KI-Systeme sowie die Anforderungen der europäischen KI-Verordnung (EU AI Act) stellen Unternehmen vor neue Aufgaben.
Dieses Seminar vermittelt Ihnen praxisnah, wie KI im HR-Bereich strategisch, effizient und gleichzeitig DSGVO-konform eingesetzt werden kann. Sie erhalten einen Überblick über rechtliche Anforderungen, Risiken und Governance-Pflichten sowie konkrete Handlungsempfehlungen für einen verantwortungsvollen KI-Einsatz in der Personalabteilung. Dabei wird insbesondere aufgezeigt, wie ein AI Governance Framework aufgebaut und KI Haftung im Unternehmen minimiert werden kann.
Nach der Weiterbildung sind Sie in der Lage:
– Potenziale und Risiken von KI im HR-Bereich zu bewerten
– geeignete KI-Use-Cases in der Personalabteilung zu identifizieren
– datenschutzrechtliche Anforderungen im HR-Kontext umzusetzen
– Daten von Mitarbeitenden und Bewerbenden DSGVO-konform zu verarbeiten
– Risiken durch Bias und Diskriminierung zu erkennen und zu minimieren
– Anforderungen der europäischen KI-Verordnung (EU AI Act) einzuordnen
– Hochrisiko-KI-Systeme im HR-Bereich zu erkennen
– KI-gestützte Recruiting-Prozesse transparent und compliant zu gestalten
– Governance-, Dokumentations- und Compliance-Pflichten umzusetzen
– KI strategisch und rechtssicher in HR-Prozesse zu integrieren
– Risiken der KI Haftung im Unternehmen zu verstehen und aktiv zu steuern
Trainer und Trainerinnen mit Expertise
Ihre Trainerin ist Charlott Plett, Rechtsanwältin
Schwerpunkte: Datenschutzrecht, KI-Recht, IT-Recht & IT-Sicherheitsrecht
Dauer und Abschluss
Die Veranstaltung umfasst 16 Unterrichtsstunden.
Sie erhalten nach Beendigung des Seminars und einer Anwesenheit von mindestens 80 Prozent eine Teilnahmebescheinigung.
Aus wettbewerbsrechtlichen Gründen ist die IHK verpflichtet auf Anbieter hinzuweisen. Diese finden Sie unter anderem im Weiterbildungs-Informations-System (WIS).
Grundlagen & strategische Einführung von KI in HR
- Einführung in Künstliche Intelligenz im HR-Bereich
- Potenziale und Grenzen von KI in der Personalabteilung
- Unterschiede zwischen KI, Automatisierung und klassischen HR-Tools
- Strategische Einführung von KI im Unternehmen
- Technische Voraussetzungen und IT-Sicherheit
- Beteiligung von Datenschutzbeauftragten und Betriebsrat
- Interne KI-Governance und Verantwortlichkeiten
- Einführung in ein AI Governance Framework und dessen Umsetzung im Unternehmen
KI im Recruiting & Talent Management
- KI-gestützte Vorauswahl von Bewerbungen
- CV-Analyse und Matching-Systeme
- Bewerbungskommunikation und HR-Chatbots
- Talent Management und Personalentwicklung
- Wissensmanagement und interne Assistenzsysteme
- Automatisierung administrativer HR-Prozesse
- Praxisbeispiele
Tag 2:
Datenschutz beim KI-Einsatz
- Verarbeitung von Daten der Mitarbeitenden und Bewerbenden
- Rechtsgrundlagen nach DSGVO und BDSG
- Profiling und automatisierte Entscheidungen
- Art. 22 DSGVO im Recruiting
- Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA)
- Transparenz- und Informationspflichten
- Auftragsverarbeitung und Drittlandtransfer
- Speicherfristen und Löschkonzepte
Anforderungen nach der KI-Verordnung
- Bias und algorithmische Diskriminierung
- Diskriminierungsfreie Gestaltung von KI-Systemen
- Anforderungen der europäischen KI-Verordnung (EU AI Act)
- Verbotene KI-Praktiken im HR-Bereich
- Hochrisiko-KI-Systeme und Compliance-Pflichten
- Governance-, Kontroll- und Dokumentationspflichten
- KI Haftung im Unternehmen und regulatorische Verantwortlichkeiten
- Etablierung und Prüfung eines AI Governance Frameworks
- Haftungs- und Bußgeldrisiken